Am Mittwochmorgen fuhren Michael Schweizer, Sabrina und ich von Wangen nach St. Wendel.
Ziel war es an diesem Mittwoch, die Vorbelastung auf der Runde zu absolvieren.
Nach ca. 1:30 h Fahrdauer kamen wir total verschlammt in der Unterkunft an.
„ Wenn das so bleibt, ist am Wochenende Land unter“.
Am Donnerstag. fuhr ich ein paar Startübungen im Stadion und legte mich dann wieder ins Bett bzw. auf die Massagebank
.
Freitag, gegen 14.00 Uhr machten wir uns mit gesammelter Manschaft auf, um noch einmal die Strecke unter die Lupe zu nehmen.
Komplett veränderte Situation: Dadurch, dass die Temperatur in der Nacht deutlich unter den 0 Grad gefallen war, fanden wir jetzt keine Schlammpiste sondern eine Strecke voller Spurrillen vor.
Doch die Beine waren, wir schon die Tage zuvor, sehr gut und deshalb konnte mich nichts aus dem Konzept bringen.
Der Renntag.
Die Vorbereitungen machte ich genau so wie vor der DM – nur alles eine Stunde früher.
Bevor wir zur Strecke aufbrachen, haben wir uns noch den Start der Junioren im Hotel angeschaut, um uns einen ersten Eindruck von der Strecke machen zu können.
Durch die Mechaniker bekamen wir schnell mit, dass die Junioren sage und schreibe neun Platten hatten.
Doch was tun ? Mehr Luft und dadurch weniger Gripp ? Risiko ? Wir wussten es alle nicht!
Ich entschloss mich 1,9 Bar zu fahren! Enorm viel, für diese Runde, aber Hauptsache keinen Platten.
Durch die Erfahrung bei den Junioren, kam ich mit Jens zu dem Entschluss, dass ich einen extrem guten Start fahren musste, um am ersten Schräghang auf den Zug vorne mit Aufspringen zu können.
Aus der 2. Reihe ging es für mich ins Rennen! Ich erwischte einen Blitzstart und reihte mich hinter einem Italiener ein, um nicht als Erster ins Gelände zu fahren.
Doch nach ca. 150m im Gelände hatte ich einen Platten!
Trotzdem hieß es für mich Vollgas…..ich schaffte es noch als ca. 15ter ins Depot zu fahren. Doch dadurch, dass ich den ersten langen Anstieg mit dem Platten fast genau so schnell hochgefahren bin wie die anderen, hatte ich so viel Laktat in den Beinen, dass ich dies bis zum Ende nicht mehr los werden konnte.
Ich gab trotzdem alles…..doch leider wollten meine Beine ab diesem Zeitpunkt nicht mehr.
Als 24ter überquerte ich die Ziellinie und war einfach nur Down.
Ich hatte die Form meines Lebens…..und ich wusste genau, dass ein Platz unter den ersten 10 möglich war.
Im Hotel habe ich mir noch meinen Reifen angeschaut und es war ein spitzer Stein ( Es wurde an mehreren Stellen spitzer Schutt aufgeschüttet). Am Abend bei der WM Feier erfuhren wir, dass der Sieger 1,6 Bar gefahren ist. Wir hatten wohl einfach nur Pech!
Auch einige andere Fahrer hatten Platten, es war aber entscheidend, zu welchem Zeitunkt des Rennens und an welcher Stelle der Platten kam. Mein Pech war, das es am Anfang und weit weg vom Depot geschah.
Philip Walsleben hatte beim Training am Samstag-also mein Starttag vier Platten-am Sonntag gab es bei den beiden Rennen kaum Platten, ich denke man hat die Strecke „entspitzt“.
Mittlerweile habe ich die WM abgehakt !
Am Wochenende werde ich noch zwei Rennen in Belgien bestreiten, um mich nicht mit einem 24 Platz aus der U 23 zu verabschieden.
Drückt mir die Daumen !